Superfoods – muss es immer exotisch sein?

von | Zuletzt aktualisiert am: 16.02.2023 | Ernährungstipps, Nachhaltigkeit

Die sogenannten Superfoods wie Chia-Samen oder Goji-Beeren liegen seit Jahren im Trend und gelten als „Wundermittel“ für die Gesundheit und Schönheit. Doch muss es immer das Superfood vom anderen Kontinent sein und sind sie wirklich gesünder als die heimischen Alternativen?

Ich stelle Dir in diesem Artikel regionale Alternativen vor, denn es müssen nicht immer die exotischen Superfoods aus fernen Ländern sein. In unserem heimischen Superfood steckt nämlich mehr, als Du denkst.

Leinsamen statt Chia-Samen

Ursprünglich kommen Chia-Samen aus Mexiko und punkten mit ihrem hohen Gehalt an Proteinen sowie Omega-3-Fettsäuren und sind deshalb das Superfood schlechthin.

Doch Leinsamen sind eine ideale Alternative zu Chia-Samen. Denn Leinsamen sind sowohl verdauungsfördernd als auch reich an Ballaststoffen wie die Chia-Samen, enthalten wertvolles Magnesium, Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren.

TIPP: beim Kauf von Leinsamen auf die Herkunft achten, Leinsamen werden auch oft aus fernen Ländern importiert.

Heimische Beeren statt Goji- oder Acai Beere 

Unsere heimischen Beeren wie Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren können locker mit Goij- oder Acai-Beere mithalten.  Die heimischen Beeren sind reich an Vitamin C, E und enthalten wichtige Mineralstoffe.

Acai-Beeren sind für ihren hohen Gehalt an Anthocyanen (sog. Bioflavonoide, die in blauen, violetten oder roten Gemüsearten und Früchten vorkommen). Bei Anthocyanen handelt es sich um einen blauen Pflanzenfarbstoff, der unseren Körper vor freien Radikalen schützt. Heidelbeeren oder blaue Trauben sind ebenfalls reich an Anthocyanen.

Vorteil: die heimischen Beeren werden als frische Ware angeboten. Die Goji- oder Acai Beere hingegen überwiegend getrocknet.

Tipp: 

Wenn du im Winter nicht auf die süßen Beeren verzichten kannst, dann greife auf gefrorene Beeren zurück. Achte beim Kauf auf das Herkunftsland, oft werden diese aus dem Ausland importiert.

Mein persönlicher Tipp: kaufe im Sommer, wenn die heimische Saison ansteht, Beeren und gefriere sie selbst ein. Vielleicht kannst du diese auch bei deinen Eltern/Oma oder bei Freunden, wenn diese Beerensträucher im Garten haben, selbst pflücken – das schont nämlich die Umwelt, spart Geld und du kennst die Herkunft.

Hirse statt Quinoa

Das Pseudogetreide Quinoa wird überwiegend in Südamerika angebaut und ist eine glutenfreie Alternative zu Nudeln. Quinoa ist vor allem aufgrund seines sehr hohen Eiweißgehaltes bei Veganern besonders beliebt und liefert zudem einen hohen Gehalt an Eisen sowie Magnesium. Deshalb ist Quinoa am „Superfood-Himmel“ kaum mehr wegzudenken.

Wusstest du schon, dass Hirse reichhaltiger an Zink und Eisen ist als Quinoa?  Hirse ist genauso wie Quinoa glutenfrei und eine gute Eiweißquelle. Inzwischen wird Quinoa auch in Deutschland angebaut. Also achte daher, beim Kauf auf das Herkunftsland.

Hirse wird auch in Deutschland angebaut und ist somit nachhaltiger.

Alternativen zu heimischen Superfoods

Fazit: 

Unsere heimischen Superfoods können locker mit den trendigen und exotischen Superfoods mithalten.

Um sich ausgewogenen und abwechslungsreich zu ernähren, brauchst du keine Superfoods aus sehr weit entfernten Ländern. Nur weil sie trendig sind, heißt es nicht, dass sie besser sind. Viel wichtiger ist es stattdessen auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Die heimischen Superfoods sind eine preiswertere Alternative und schonen zudem die Umwelt. Es fallen keine langen Transportwege an und die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben besser erhalten und können im Gegensatz zu exotischen Superfoods frisch genossen werden.

Auf welches Superfood kannst du nicht verzichten? Schreibe es mir gerne in die Kommentare.

Solltest du noch Fragen haben, dann melde dich gerne in den Kommentaren oder schreibe eine E-Mail an beatrice@gemuesekraut.de.

Deine Beatrice

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